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Trotz guter Vorsätze für das letzte Auswärtsspiel der Saison kehrt Handball-Oberligist ASV Hamm II mit einer 33:31 (16:10) Niederlage vom TuS Bielfeld/Jöllenbeck heim. „Wir haben den Start der Partie völlig verschlafen. Da reichte auch eine enorme Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte nicht mehr zum Sieg über den direkten Tabellennachbarn aus“, erklärte ASV-Coach Rob de Pijper, der mit dem knappen Scheitern seiner Truppe zum Ausklang der Serie aber dennoch leben kann. „Es war sicherlich kein aufgesetzter Optimismus, dass wir uns vor dem Treffen Siegeschancen ausgerechnet hatten.
Letztendlich hat meine Mannschaft auch Charakter gezeigt und gegen einen immens ehrgeizigen Kontrahenten zumindest ein achtbares Ergebnis erzielt“, fasste Rob de Pijper seine Eindrücke vom letzten Auswärtstreffen zusammen. Eine stattliche Anzahl von Fans hatte der ASV im Reisegepäck nach Bielefeld. Dabei auch Ex. Trainer Andreas Kuno, der sich mit einem Kurzeinsatz von seiner ehemaligen Truppe verabschieden wollte. Doch selbst diese guten Rahmenbedingungen beflügelten den Hammer Gast in Bielefeld nicht, denn der ASV kam überhaupt nicht in Spiel und steuerte schon in den Anfangsminuten einem Debakel entgegen. Frisch und motiviert indes wirkten die Ostwestfalen, die mit einer schnellen 7:2 (10.) Führung auch los legten wie die Feuerwehr. „Irgendwie waren wir überhaupt noch nicht auf der Platte“, beschrieb Rob de Pijper die Anfangsminuten der Partie. Nach Treffer von Sebastian Mund, Dainius Skarbalius und Kreisläufer Mathias Geukes kämpften sich die Gäste zwar immerhin bis auf 11:10 (24.) wieder heran, doch dann folgte erneut eine kollektive Hammer Sturmflaute, die Bielefeld zur 16:10 Pausenführung ausnutzen konnte.
„Wir haben uns in der Halbzeit noch einmal eingeschworen, konnten nach dem Seitenwechsel allerdings nicht das umsetzen, war wir uns vorgenommen hatten“, erklärte Rob de Pijper, der weiterhin viele einfache Fehler seiner Akteure, aber auch fehlenden Abwehrbiss erkannte. Der ASV-Trainer stellte die Hintermannschaft seiner Truppe mehrfach um, entschied sich für eine offensive Variante gegen die stärksten Gastgeber-Akteure und erlangte durch diese Maßnahme zumindest einen Teilerfolg. Denn über 19:17 (37.) und 27:24 (46.) führten drei Folgetreffer von Tobias Lodenkemper den Hammer Gast wieder bis auf 30:29 heran. Doch ähnlich wie im letzten Bielefelder Auswärtstreffen beim Liga-Schlusslicht aus Hahlen drehte die Truppe noch einmal auf, forcierte das Spieltempo und zog mit 31:29- und 32:30 Treffern wieder nach vorn. „Wir haben in dieser Phase zwar mitgehalten, konnten das Ruder allerdings nicht mehr herumwerfen“, erklärte Rob de Pijper, der letztendlich auch seinem Vorgänger Andreas Kuno einen Ehrentreffer ermöglichte.
ASV: Schröder (bis 40.), Presch- Skarbalius (7/1), Lodenkemper (3), Ruhrmann (3), Geukes (5), Degen (4/1),Mund (8/1), Kuno (1/1), Ch. Dressel, Ruby und A. Dressel. |