|
Die Handball-Oberliga weicht dem DHB-Pokalfinale in Berlin: „Und das ist auch richtig so“, erklärt ASV-Teamleiter Markus Lehmkemper, der seinen Fernseher als bekennender Fan des blau-weißen Revier-Clubs am Samstag zwar sicherlich nicht einschalten wird, aber durchaus Verständnis für die mehrheitlichen Interessenten der Pokalspiel-Übertragung hat. „In Abstimmung mit den Verantwortlichen der Handball-Oberliga wird unser letztes Saison-Heimspiel gegen den TuS Möllbergen am Samstag auf 18:30 Uhr vorverlegt. So kommen wir uns nicht in die Quere“, erklärt der Hammer Sportchef. Bei aller Vorfreude auf den Berliner-Pokalgipfel dürfte auch der Showdown im westfälischen Handball-Oberhaus auf ein großes Fan-Interesse stoßen.
Gleich vier Mannschaften müssen die Spielklasse in Richtung Verbandsliga verlassen- aktuell träfe es auch den kommenden Hammer Gast aus Möllbergen. Denn der ostwestfälische Tabellen-Dreizehnte leistete sich am letzten Spieltag gegen den als Absteiger bereits feststehenden TSV Hahlen einen absoluten Fauxpas. Trotz einer viel versprechenden 5:0 Führung knöpfte das Schlusslicht der Böcker-Truppe mit dem 26:26 Remis einen überlebens-wichtigen Zähler ab. „Wir haben uns in der Endphase ungeschickt angestellt“, meinte Möllbergens Coach, der mit seiner Mannschaft die große Chance verpasste, an Gütersloh vorbei zu ziehen. So stehen die Gäste am Samstag also mit großem Bangen und Hoffen auf der Hammer Platte. „Gütersloh muss zumindest einen Punkt verlieren, wir beim ASV gewinnen und zudem muss dann auch noch der VfL Eintracht Hagen II als Zwangsabsteiger die Spielklasse verlassen“, lauten die Strohhalm-Gedanken der Ostwestfalen.
„Das wird noch einmal ein interessantes aber auch schwieriges Match, denn uns fehlen am Samstag Mathias Geukes und Torhüter Carsten Schröder. Dennoch werden wir sicherlich nichts verschenken“, stellt ASV-Trainer Rob de Pijper unmissverständlich klar. Der Hammer Coach wird sein Team am Spieltag allerdings nicht betreuen. „Mein Platz ist am Samstag auf der Bank unserer Bundesliga-Ersten. Dort endet meine Tätigkeit als Co-Trainer und gleichsam mein Engagement beim ASV“, erklärt der ehemalige holländische Nationalspieler, der auf „acht schöne und interessante Jahre“ im Hammer Osten zurück blickt.
Vom Hammer Oberligisten verabschieden werden sich auch Kreisläufer Mathias Geukes, Christof Dressel und Sebastian Mund. Während Mund aus beruflichen Gründen nur noch zeitlich eingeschränkt trainieren kann und daher beim HSC Hamm „kürzer treten“ will, Dressel zukünftig die Bezirksliga-Dritte des ASV verstärkt, zieht es den „Langen“ zu seiner jungen Familie nach Ostwestfalen. Dort wird er sich auch einer neuen sportlichen Herausforderung stellen. „Wir verlieren sicherlich drei gute Spieler, die uns in den letzten Jahren mitgeholfen haben, in die Oberliga aufzusteigen und dort auch zu bestehen“, erklärte Teamchef Markus Lehmkemper, der schon in der kommenden Woche erste Hammer Neuzugänge vorstellen will. Und so hofft der Sportliche Leiter des ASV natürlich auch noch einmal auf einen Abschluss-Sieg seiner Mannschaft gegen Möllbergen. Denn auch er wünscht sich zum Ausklang der Meisterschaft eine ähnlich gute Stimmung wie beim Pokalfinale in Berlin. |