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Dainius Skarbalius wird Spielertrainer

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Geschrieben von: Westf. Anzeiger    Freitag, den 22. Juni 2012
Danius SkarbaliusEs hat ein wenig gedauert, bis Team-Manager Markus Lehmkemper auch die letzte bohrende Frage nach der neuen Oberliga-Mannschaft des ASV Hamm zu den Akten legen durfte. Seit Donnerstag steht fest: Dainius Skarbalius wird Nachfolger von Coach Rob de Pijper. Als Spielertrainer. „Dainius hat nach langem Hin und Her zugesagt“, atmet Lehmkemper auf. „Auch wenn er sich die Sache sicherlich vom Spielermaterial her ein wenig anders vorgestellt hat. Jetzt ist es so, dass wir alle mit der Situation leben können.“

Für Skarbalius ist es zunächst einmal wichtig, dass nun in der Trainerfrage klare Verhältnisse herrschen. „Ich habe ja erst vor zwei, drei Wochen angefangen, darüber nachzudenken, ob ich es machen würde“, sagt der Litauer, der lange Jahre als Spielmacher für das ASV-Zweitligateam im Einsatz war. „Eigentlich wollte ich sowieso ausprobieren, wie das ist, eine Mannschaft zu trainieren.“ Dazu hat er nun Gelegenheit. Und Pläne im Kopf. „Ich möchte meine eigene Philosophie integrieren, Handball intelligent spielen lassen“, freut sich der 36-Jährige auf seine Aufgabe. „Wir können mit unserem kleinen Kader vielleicht nicht um Platz eins mitspielen. Aber vielleicht können wir ja etwas mehr bewirken. Mit dem Abstieg wollen wir jedenfalls nichts zu tun haben.“

Das soll in enger Zusammenarbeit mit der A-Jugend und deren trainer Torsten Friedrich bewerkstelligt werden. Denn die Akteure des Nachwuchs-Bundesligateams sollen vermehrt in der Oberliga-Mannschaft zum Zuge kommen. „Zu diesem Zweck ist unser Geschäftsführer Burkhard Reinold gerade dabei, die Spielpläne abzustimmen, damit es nicht zu Überschneidungen kommt“, sagt Lehmkemper. Skarbalius betont, dass eine Zusammenarbeit nur unter bestimmten Umständen Sinn mache. „Ich habe Kontakt zu Fichte aufgenommen“, legt der Routinier Wert auf gemeinsame Trainingseinheiten beider Kader. „Es bringt ja nichts, wenn die nur einmal im Monat bei uns vorbeikommen. Die heißen ja nicht Karabatic.“ Einmal wöchentlich sollen beide Kader nach Möglichkeit in der Maxipark-Arena zusammenkommen und dadurch den sportlichen Wettbewerb untereinander ein wenig anheizen. „Es ist ja wichtig, wenn meine Spieler sehen, dass die anderen gut sind und Druck ausüben“, setzt der Trainer auf den leistungssteigernden Faktor des Konkurrenzkampfes.

Er selbst will auf jeden Fall weiter auf der Platte stehen. „Ich kann mich noch ganz gut bewegen“, lächelt er. „Daher mache ich weiter.“ Dennoch wartet viel Arbeit auf Skarbalius. Schließlich muss sich das Team in der Defensive komplett neu finden, steht der etatmäßige Innenblock mit Matthias Geukes und Sebastian Mund nicht mehr zur Verfügung. „Daher hoffe ich, dass der Kader vielleicht doch noch verstärkt wird“, will der Coach noch um externe Verstärkungen kämpfen. „Aber natürlich ist klar, dass wir jetzt vielleicht über neue Varianten in der Abwehr nachdenken müssen, nachdem wir jahrelang eine 6:0-Variante gespielt haben.“

Erst Mitte Juli lädt der neue Übungsleiter seine Spieler zum Trainingsauftakt. „Ich halte nicht viel davon, mitten in der Vorbereitung eine Pause zu machen. Dafür können sich dann alle warm anziehen, wenn es losgeht. Denn wir werden sechs Wochen lang hart durcharbeiten“, sagt er. „Aber erst einmal muss ich mir eine Pfeife anschaffen.“
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