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Tollen Sport und Spaß im Sand brachten die teilnehmenden Mannschaften bei den sechsten offenen Hammer Beachhandball-Stadtmeisterschaften in Einklang. Auch die drückenden Temperaturen und ein Regenschauer zum Turnierstart im HSC-Sportpark an der Franz-Voß-Halle hielten die fünf Frauen- und sechs Herrenteams nicht davon ab, den Zuschauern viele Trickwürfe zu präsentieren. Schließlich gibt es beim Beachhandball, anders als bei der Version in der Halle, für einen „Kempa-Trick“ oder einen „Spin-Shoot“, bei dem der Werfer nach dem Absprung eine Drehung um die eigene Achse vollzieht, zwei Punkte.
Ebenso kann der Torwart mit ins Angriffsspiel einbezogen oder darf durch einen speziell gekennzeichneten Spieler ersetzt werden, dessen Treffer ebenfalls doppelt zählen. Durch die vielen schnellen Wechsel und das permanente Umschalten von Abwehr auf Angriff ist Beachhandball noch temporeicher als die altbekannte Hallenvariante. Aber auch kraftraubender, denn schließlich kann man sich im tiefen Sand kaum abdrücken.
„Die Spiele liefen gut, und die Temperaturen waren gerade noch zu ertragen. Die Stimmung war auch hervorragend“, sagte Axel Nickol, Geschäftsführer Handball beim Hammer SC, über das „Wattwürmer-Festival unter den Wassertürmen. Der Spaß am Handballsport im Freien mit lauter Musik und ernsthaftem Sport passen für Nickol durchaus zusammen. „Das schließt sich ja nicht unbedingt aus. Aber die Mannschaften vom ASV Hamm II und des Hammer SC I nehmen das Turnier schon ernst. Bei den Damen sehe ich die Ahlener SG und den ASV Hamm als Favoriten. Und für die anderen ist es ein schönes Ende der ersten Vorbereitungsphase auf die neue Saison, bevor nun die Sporthallen in den Ferien geschlossen sind.“
Einige Teams können anscheinend nicht genug vom Handball bekommen. So nahmen neben Hammer Klubs und Vereine aus der näheren Umgebung zum ersten Mal beim mittlerweile schon zur Tradition gewordenen Turnier auch die „Dünen-Läufer“ der TSG Berlin-Neukölln teil. „Der Kontakt entstand über Philip Korte, der in Berlin studiert und bei uns gespielt hat“, erklärte der Berliner Trainer Dirk Singhofen. „Für uns ist es nach dem Aufstieg in die Landesliga unsere Abschlussfahrt. Aber wenn wir auf dem Feld stehen, dann wollen wir auch gewinnen. Und die Veranstaltung ist sehr schön und die Anlage toll.“ Dies sieht auch Nickol so, denn kaum ein anderer Verein neben dem Hammer SC verfügt über zwei Beachfelder. „Man braucht schon zwei Plätze für ein Turnier mit 110 Spielern. Neben Ahlen sind wir hier die einzigen mit einer so großen Anlage.“
Bei den Herren reichte es für die Berliner jedoch nicht zum Finaleinzug. Im Endspiel verteidigte der gastgebende Hammer SC I seinen Vorjahres-Titel mit einem 2:0 nach Sätzen gegen den SC Eintracht Heessen, der überraschend ins Finale eingezogen war. Bei den Damen kam es zum erwarteten Duell zwischen dem ASV Hamm und der Ahlener SG. Hier reichte es für die ASV-Damen nicht zur Titelverteidigung, die „Sandhasen“ aus Ahlen setzten sich durch.
Hier die Fotos vom Turnier. |