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Der Zweitligist will den Unterbau des Profiteams stärken / Bündelung der Kräfte auch im Jugendbereich
Der Wechsel kam schneller als erwartet. Noch vor der 24:34-Niederlage am vergangenen Sonntag beim VfL Eintracht Hagen II trennte sich der ASV Hamm von Oberliga-Trainer Andreas Kuno. Abgelöst wurde der Dortmunder von Rob de Pijper - wenn es nach den Hammer Verantwortlichen geht, nur der Beginn einer größer angelegten Umstrukturierung im Verein. „So plötzlich war das ja nicht, dass ich aufhören würde", beschwichtigt Kuno. „Ich hatte den Verein bereits vor Weihnachten darüber informiert, dass ich aus beruflichen Gründen nach Saisonende nicht mehr weitermache. Als Kay Rothenpieler und Franz Dressel gesagt haben, dass Rob das auch jetzt schon übernehmen könnte, kam mir das entgegen - so ist es eine saubere Lösung."
Um dies zu unterstreichen. betont der 38-jährige, dass er der Mannschaft weiter im Notfall zur Verfügung stehen wolle. „Ich bin ja nicht weg. Wenn Rob mit der Bundesligamannschaft unterwegs ist, gehe ich gerne wieder auf die Bank", versichert Kuno. „Und wenn Not am Mann ist, würde ich auch spielen." Die Neuausrichtung im Verein liegt nun in den Händen der Bundesligaverantwortlichen Kay Rothenpieler (Manager) und Franz Dressel (Geschäftsführer) sowie dem Team-Manager der Oberligamannschaft, Markus Lehmkemper. Und alle drei sind sich einig darüber, dass der Unterbau der Profivertretung künftig eine andere Ausrichtung erhalten muss. „Als Andi Kuno gesagt hat, dass er nicht über das Saisonende hinaus bleiben wolle, haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wo wir eigentlich hinwollen", sagt Lehmkemper. „Und wir sind zu dem Schluss gekommen, künftig enger mit dem Bundesligateam zusammenarbeiten zu wollen, unsere Aufgabe eher darin zu sehen, junge Talente an die erste Mannschaft heranzuführen."
Dass die „Zweite" dabei in der Oberliga bleibt, ist übrigens eine Grundvoraussetzung, denn nur bis zur vierthöchsten Spielklasse ist es U 23-Akteuren erlaubt, mit Zweitspielrecht zwischen den Mannschaften zu wechseln - so wie es aktuell erfolgreich mit Sebastian Paul aus dem Hammer Bundesligakader praktiziert wird. „Wie so ein Konzept aussehen kann, darüber ist bislang aber erst locker gesprochen worden'. betont Rothenpieler, dass die Planungen noch in den Kinderschuhen stecken.
Fest steht, dass die Verantwortlichen ihre Kräfte auch im Jugendbereich wieder beim ASV bündeln wollen, parallel zum Handball-Leistungszentrum in Ahlen, mit dem derzeit noch eine Kooperation besteht. „Die Idee ist absolut richtig, aus einer starken Jugend heraus einen guten Unterbau erreichen zu wollen", sagt Dressel. „Wir bekommen seit Jahren das Jugendzertifikat der Handball, Bundesliga nicht mehr. müssen Strafgelder zahlen, die besser in der Nachwuchsarbeit angelegt sind." Daher soll ein Konzept durchgesetzt werden. das "vorsieht, das Spielsystem von der ersten Mannschaft bis in die A-Jugend hereinzutragen.“ Solche Strukturen sind in der Bundesliga längst üblich inklusive der Tatsache, dass der jeweilige Co-Trainer des höherklassigen Teams als hauptverantwortlicher Coach der nächsttieferen Mannschaft dafür Sorge zu tragen hat, dass das entsprechende System den Spielern vermittelt wird.
„Aber natürlich ist die Umsetzung auch davon abhängig, wer bei uns Trainer des Bundesligateams sein wird", weist Dressel darauf hin, dass die Personale Rothenpieler für diese Planungen vorrangig geklärt werden muss. Zudem muss Rob de Pijper nun dafür sorgen, dass eine zweite Frage in den Hammer Gedankenspielen positiv beantwortet wird. Die nach dem Erreichen des Oberliga-Klassenerhalts. |