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Remis im Derby zwischen der HSE und dem ASV II

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Geschrieben von: Westf. Anzeiger    Samstag, den 03. März 2012
Danius SkarbaliusDie Szenen nach dem Schlusspfiff sprachen Bände. Zwar hatte es im prestigeträchtigen Derby der Handball-Oberliga keinen Sieger gegeben, doch die Spieler des ASV Hamm II tanzten nach den 60 intensiven, emotionalen Minuten trotzdem auf dem Parkett. Für sie fühlte sich der späte Punktgewinn wie ein Erfolg an, während die Akteure des Tabellenzweiten HSE die heimischen Sporthalle der Friedensschule nach dem 27:27 (12:11) bedröppelt verließen. „Wir haben den Sieg leichtfertig vergeben“, ärgerte sich HSE-Trainer Michael Heinlein, während sein Gegenüber Rob de Pijper „mit dem Ergebnis sehr gut leben“ konnte.

Dabei hatte sich zunächst vor 350 Zuschauern ein Duell auf Augenhöhe entwickelt, wobei zwei Akteure der Begegnung im ersten Durchgang ihren Stempel aufdrückten. HSE-Torwart Christopher Weber war ein bärenstarker Rückhalt, kam vor dem Wechsel auf satte elf Paraden und fing damit manchen technischen Fehler und einige Unkonzentriertheiten der Gastgeber im Angriff auf. „Christopher hat super gehalten“, lobte Heinlein seinen Keeper – ein Prädikat, das auch de Pijper an den HSE-Torwart verlieh. Auf der anderen Seite war Dainius Skarbalius die prägende Figur im ASV-Spiel, sieben Mal war er vor dem Wechsel erfolgreich – worauf die HSE mit der Umstellung in der Deckung von der 6:0- auf die 5:1-Formation reagierte (25.). Der knappe Vorsprung der Gastgeber zur Pause passte zu einer Partie, in der sich kein Team entscheidend absetzte.

Was sich nach dem Wechsel zu ändern schien. Die HSE erarbeitete sich Vorteile, lag fast durchgehend in Front, legte zeitweise zwei, einmal drei Treffer (18:15/40.) zwischen sich und den Lokalrivalen. Die Gastgeber agierten nun konsequenter in der Deckung und sicherer im Abschluss, während der ASV ein wenig die Linie verlor. „Wir sind in der zweiten Halbzeit zu hektisch geworden“, monierte de Pijper, der deshalb vom reinen Coach zum Spielertrainer „mutierte“ (43.) – in der Hoffnung, dem Tabellenneunten mehr Ruhe zu verleihen. „Das hat richtig Spaß gemacht“, lächelte er nach seinem Einsatz.

In der hektischer werdenden Auseinandersetzung blieb der ASV nun auf Tuchfühlung, ließ die über weite Strecken in der gleichen Besetzung spielenden Gastgeber nicht enteilen. Nils Gnatowskis Tor zum 25:25 (52.) läutete eine spannende Schlussphase ein, in der die HSE nach Treffern von Philip Trattner und Lukas Krings bei gleichzeitiger siebenminütiger Torflaute des ASV den Sieg vor Augen hatte. Die Gäste reagierten, stellten die Abwehr auf ein 4:2 um, profitierten von einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Trattner (60.) sowie der Erfahrung von de Pijper und Skarbalius, die mit ihren Würfen (59., 60.) das Remis sicherstellten. Ebenso wie Jannik Presch, der beim letzten Versuch von Krings zur Stelle war. „Wir haben in der entscheidenden Phase vorne zu früh den Ball aus der Hand gegeben“, meinte Heinlein. „Aber ich muss mit dem Punkt zufrieden sein.“ So richtig galt dies indes nur für die Gäste.
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