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Eigentlich hatte Rob de Pijper, der Trainer des Handball-Oberligisten ASV Hamm II, vor dem anstehenden Auswärtsspiel seiner Mannschaft beim Liga- Vorletzten Teutonia Riemke ein gutes Gefühl: „Ich sehe uns als Favoriten in dieser Partie“, erklärte der ehemalige holländische Nationalspieler noch in der Vorbereitungswoche. Doch Gefühle sind oftmals trügerisch und so hätte es sich Rob de Pijper auch sicherlich nicht träumen lassen, das sein Team bei der Mannschaft, die unlängst noch gegen den bis dato sieglosen Tabellen- Letzten TSV Hahlen verlor, eine bittere 36:28 (16:15) Niederlage kassieren würde.
„Ich hatte das Gefühl, als sei meine Mannschaft noch kollektiv im Osterurlaub. In punkto Ehrgeiz und Einsatzstärke war uns Riemke einfach überlegen. Wir indes hatten nicht genügend Siegeswillen, um die Begeisterung unserer Gastgeber klein zu halten. So darf man gegen ein angeschlagenes und um den Klassenerhalt kämpfendes Team natürlich nicht spielen“, erklärte der ASV-Coach.
Dabei wollte der ASV im Bochumer Vorort eigentlich zwei weitere Punkte zur Sicherung der guten Mittelfeld- Position einfahren. Denn bei momentan vier, zu erwartenden Absteigern in die Handball- Verbandsliga, sind fünf Zähler Vorsprung zu den bedrohten Rängen nicht unbedingt ein sicheres Polster. Doch die Hammer Erwartungen auf einen Sieg beim angeschlagenen Liga- Vorletzten erhielten schon im ersten Durchgang der Partie einen ordentlichen Dämpfer. Zwar führten die Hammer Gäste anfangs noch mit 3:2 (7.), verspielten dann aber im Angriff zu oft den Ball, so dass Riemke in erster Linie durch schnelle Konter, oder über die zweite Angriffswelle zu Torerfolgen kam. „Ich hatte vor dem Treffen noch vor den schnellen Bochumer Außenspielern und vor den überfall- ähnlichen Angriffen unserer Gastgeber gewarnt und daher ein schnelles Rücklaufverhalten gefordert. Doch daran hat sich meine Mannschaft nicht gehalten“, erklärte Rob der Pijper, der auch eingestand, dass seine Truppe Schwierigkeiten mit dem Bochumer Vier- Zwei- Angriff hatte. Eine Überzahl- Situation konnten die Hammer zum Ende der ersten Spielhälfte zum 16:15 (30.)
Anschluss zwar ausnutzen, doch dann verschliefen die Gäste den Start des zweiten Durchgangs. Ein schnelles Tor (16:16) durch Tobias Lodenkemper war die vorerst die letzte nennenswerte Hammer Aktion, denn als Sebastian Paul wenig später eine Zwei-Minuten – Strafe kassierte, fielen die Gäste buchstäblich in ein Loch. In Unterzahl wirkte der Hammer Angriff gehemmt, Riemke indes dreht auf, profitierte erneut von Ballverlusten des ASV und drehte das Spiel in eine 22:17 (36.) Führung um. „Von diesem Rückstand haben wir uns nicht mehr erholt. Bochum war uns immer einen Schritt voraus, die Mannschaft zeigte echten Kampfgeist“, erkannte Rob de Pijper die Vorzüge der Gastgeber. Alle Hammer Versuche, den Trefferrückstand wieder wett zu machen schlugen fehl, nur einmal –bis auf 24:21 (41.)- kämpfte sich der ASV bis auf Reichweite wieder heran. Doch die Bochumer Antwort darauf ließ nicht lange auf sich warten. Zwei Trefferserien reichten den Gastgebern, um das Spiel bis zum Ende (36:28) weiter sicher zu kontrollieren. gp AV: Schröder, Skarbalius (3), Lodenkemper (5), Ruhrmann (2), Geukes (3), Degen (2), Mund (8/5), Paul (5), de Pijper, Ruby und A. Dressel. |