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Der ASV Hamm II kann für ein weiteres Spieljahr in der Handball-Oberliga planen. Die beiden noch notwendigen Punkte zur vorzeitigen Klassensicherung erkämpfte sich die Truppe von Coach Rob de Pijper gestern Abend im Heimspiel gegen den TSV Hahlen. Mit einem klaren 40:31 (22:14) wurde das Schlusslicht auf die Heimreise nach Ostwestfalen geschickt.
Dem Endergebnis entsprechend, fielen dann auch die Statements der beiden Trainer recht unterschiedlich aus. „Zwei Punkte waren heute unser Ziel und die haben wir auch sicher gewonnen“, freute sich ASV-Coach Rob de Piper über sein verspätetes Geburtstagsgeschenk. Dem Hammer Trainer gefiel vor allem das äußerst aggressive und aufmerksame Spiel seiner Deckungsmannschaft. „Mit diesem Verhalten haben wir den Grundstein zu unserem wichtigen Sieg gelegt“, erklärte de Pijper, der nach dem Seitenwechsel eifrig durchwechselte und seine Stammakteure pausieren ließ.
Auf der Gegenseite brauchte TSV-Coach Stefan Böker einige Minuten, um die „bittere Niederlage“ sacken zu lassen. „Wir wollten uns heute ordentlich präsentieren, doch das ist uns leider nicht gelungen. Unsere Abwehr war schlecht und insgesamt fehlte der gesamten Mannschaft auch die notwendige Einstellung. Über diese Leistung meines Teams ärgere ich mich maßlos“, entschuldigte sich Böker förmlich für das Auftreten seiner Truppe, obwohl mit Henner Thielking (Grippe) der wohl wichtigste Akteur in den Reihen des TSV ausfiel.
Den Gastgebern merkte man die enorme Anspannung von Spielbeginn an. Doch die Hammer agierten keineswegs nervös, sondern vielmehr entschlossen und zielstrebig. Und das war das richtige Mittel, um den Gast aus Ostwestfalen zu demontieren. Schon fast traumhaft wirkte das Zusammenspiel von Dainius Skarbalius mit Kreisläufer Mathias Geukes, doch auch durch schnelle Konter von Sebastian Mund und Christof Ruhrmann setzte der ASV dem Gast einen Treffer nach dem anderen ins Netz. Und so fielen Hammer Tore zur 3:0-, 6:2- und 10:4-Führung fast im Minutentakt, zu schwach agierte Hahlen in der Abwehr um die in der 20. Minute bereits mit 16:8 führenden Gastgeber aufzuhalten. Natürlich war das Treffen schon zur Pause (22:14) entschieden und so setzte de Pijper im zweiten Durchgang jene Akteure ein, die ansonsten nicht so viele Spielanteile erhalten. „Nils Gnatowski und Alexander Ruby haben in der zweiten Hälfte durchgespielt und letztlich dazu beigetragen, dass unser Treffervorsprung stets deutlich blieb“, verteilte de Pijper sogar noch ein Sonderlob.
Selbst als der ASV die Abwehrbemühungen deutlich zurückschraubte, blieb das Treffen eine einseitige Angelegenheit. Hahlen setzte zwar energisch nach, leistete sich in der Abwehr aber derart viele Fehler, die der ASV zum zwischenzeitlichen 31:19 (43.) und 33:21 (48.) nutzte. Immer wieder kämpften sich auch in der Schlussphase Tobias Lodenkemper, Christof Ruhrmann und Alexander Ruby durch die TSV-Abwehr, die oftmals orientierungslos wirkte.
Und so sah de Pijper über einige Schönheitsfehler seiner Mannschaft hinweg. Denn in der Schlussphase leisteten sich die Gastgeber noch einige unnötige Fehlversuche und auch die Abwehr fasste nicht immer entschlossen genug zu. Und dennoch: Mit 40:31 fiel der Hammer Heimsieg gegen ein Team, das zuletzt immerhin 4:0 Punkte holte, zweifellos standesgemäß aus.
ASV: Schröder, Presch - Ruhrmann (6), Mund (8/5), Geukes (8), Skarbalius (4), Degen (1), A.Dressel (3), Lodenkemper (4), Gnatowski (1), Ruby (5) |