|
Lange Zeit marschierten der ASV Hamm II und die HSG Gütersloh beinahe Kopf an Kopf durch die laufende Spielzeit der Handball- Oberliga. Doch nunmehr haben sich die Wege der beiden Kontrahenten, die am Samstag (19:15 Uhr) in der Freiherr- vom- Stein Halle aufeinander treffen, wohl endgültig getrennt. Während der ASV am letzten Spieltag mit dem 40:31 Erfolg über Hahlen alle Sorgen um den Klassenverbleib vom Tisch fegen konnte, ringt der kommende Hammer Gast derzeit noch um jeden Punkt. In der Vorwoche
spielfrei, scheiterte Gütersloh vor 14 Tagen ausgerechnet beim bereits abgeschlagenen Liga- Schlusslicht aus Hahlen und verschenkte somit zwei dringend notwendige Punkte. „Wichtig ist, dass wir den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken. Die Niederlage beim Letzten war natürlich großer Mist, aber über die Ziellinie geht es erst am 13. Mai", gab sich Gäste- Coach Philipp Christ kämpferisch. Gleichwohl war dem seit acht Spielen als Chef auf der Bank tätigen HSG- Trainer das Erschrecken über die schwache Abwehrleistung seiner kompletten Mannschaft anzumerken. Ebenso dürfte dem Gütersloher Interimscoach auch der Blick in die aktuelle Tabelle die Montagsstimmung verhagelt haben. Mit derzeit 15:35 Punkten (Rang 12) hat die Truppe das sichere Ufer noch nicht erreicht, zudem müssen die Ostwestfalen an den verbleibenden drei Spieltagen noch auf weitere Ausrutscher des HC TuRa Bergkamen hoffen.
„Ich bin froh, dass wir den Liga- Endspurt sorgenfrei angehen können“, bewertet ASV- Trainer Rob de Pijper die neue Situation seiner Mannschaft als durchaus angenehm. Während der Hammer Trainer von einer unbeschwerten Teamstimmung spricht, begann für Markus Lehmkemper, den Sportlichen Leiter des ASV, eine arbeitsreiche Woche. „Wir haben nun Planungssicherheit und konnten daher erstmals konkret mit Spielern sprechen, die Interesse gezeigt haben, in der nächsten Saison für uns zu spielen. Wenn wir uns einig werden, können wir die Neuzugänge vielleicht noch vor dem Saisonende vorstellen“, will sich Lehmkemper derzeit noch nicht konkret über personelle Vorgänge äußern.
Trotz der gesicherten Liga- Zugehörigkeit wollen die Hammer den Ausklang der Serie nun aber nicht schleifen lassen. Dies gilt insbesondere für die beiden noch ausstehenden Heimspiele gegen Gütersloh und Möllbergen. „Wir müssen die richtige Mischung aus Spaß am Spiel und Ernsthaftigkeit finden. Schließlich wollen wir bis zum Saisonende noch in der Tabelle weiter nach oben klettern“, legt sich Rob de Pijper fest und ist sogar zuversichtlich, dass sein Team diese Zielsetzung umsetzen wird. Allerdings erwartet der ASV- Coach schon am Samstag eine konzentriertere Abwehrarbeit „Gegen Hahlen haben wir sehr viele Tore über den Kreis passiert. Daher müssen wir unsere Deckungsaufgaben gegen Gütersloh konsequenter angehen, sonst passiert uns ähnliches wie zuletzt gegen den Liga- Letzten aus Hahlen“, passten Rob die Pijper die 31 Gegentreffer im vergangenen Heimspiel überhaupt nicht ins Konzept. Allerdings muss der Hammer Trainer am Samstag ohne Alexander Bicker (verletzt), Christof Ruhrmann und Alexander Dressel (beide sind beruflich verhindert) planen. „Alle müssen daher enger zusammenrücken, sonst können wir die personellen Lücken nicht schließen“, erwartet der ASV- Coach ein noch engagierteres Auftreten seiner Mannschaft. gp |